Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit Berlin 6. bis 8. Juni 2018 – MED Leaders war vor Ort.

Das Fazit: Der Wendepunkt ist fast erreicht – die deutschen Unternehmen sind bereit! 

MED Leaders Erkenntnisse aus drei Tagen Vorträge, Diskussionen, Gesprächen mit Teilnehmern aus Politik, Industrie, Verbänden und Medizin:

1. Digitalisierung: Der positive Wendepunkt kommt

Jeder will sie. Patienten haben sehr hohe Erwartungen. Hervorragende Technik gibt es schon - mit vielen Innovationen aus Deutschland. Auch die Mediziner wollen die Umsetzung. Die Potentiale werden erkannt, aber auch die Risiken, wenn vorhandene Möglichkeiten nicht genutzt werden (Stichwort: „Unterlassene Hilfeleistung“). Es fehlt noch konkret an der Telematik-Infrastruktur. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn avisiert, diese zeitnah zu realisieren.

2. Daten: Wir brauchen Datenqualität und -schutz „Made in Germany“

Während der Datenschutz in der Diskussion weiterhin eine starke Stellung hat, nimmt zusehends das Bewusstsein für Datenqualität zu: Nur mit Top-Datensätzen kann Top-Qualität erzielt werden. Ganz klarer Fall: Hier gibt es noch viel Aufholpotential. Deutsche Unternehmen sollten eine Vorreiterposition einnehmen. Dies wird auch der Markt entsprechend belohnen. Dann sind wir auf dem Weg zu „Value Based Healthcare“ - einer Gesundheitsversorgung auf der Basis messbarer Ergebnisse.

3. Pflegekräftemangel: Unternehmerische Lösungen sind gefragt

Die Regierung arbeitet an unterschiedlichen Lösungsansätzen: Die Schaffung neuer Pflegestellen, Personalbemessungsgrenzen und Herausrechnung der Pflegeleistung aus den DRG-Fallpauschalen. Schnelle Lösungen erwarten sich hier wenige. In der Zwischenzeit helfen eine große Bandbreite an innovativen Dienstleistern bei der Personalbeschaffung und Technikunternehmen bei der Personalentlastung. Die tatsächlichen Potentiale gilt es hier aber an vielen Stellen noch erst zu realisieren.

4. Medizin-Technologie: Innovationen werden demokratisiert

Trotz aller Hoffnungen auf innovative Lösungen bleibt bei allen Versorgern weiterhin die Frage: Was macht ökonomisch Sinn? Was kann ich unter dem Kostendruck verantworten? Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Deutsche Zukunftspreis letztes Jahr an Prof. Dr. Sami Haddadin ging, welcher sich für eine Demokratisierung in der Robotik einsetzt. Sein feinmotorischer Roboterarm „Franka Emika“ hat einen Preis von unter EUR 10.000,-. Der preiswerte geriatrie-freundliche Humanoid für Jedermann soll innerhalb der nächsten zehn Jahre folgen. Ein solch klar kostenorientierter Ansatz wird auch in Zukunft belohnt werden.

Es gilt das Potential im Gesundheitswesen und der Medizintechnik zu heben. Digitale Lösungen werden das System verbessern, wenn das Gleichgewicht aus Datenschutz und -qualität sowie Kosteneffizienzen gewahrt wird. Die Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Medizin müssen nun konsequente Entscheidungen treffen. MED Leaders steht bereit, seinen unternehmerischen Beitrag zur Hebung der Potentiale zu leisten.

Prof. Dr. Sami Haddadin (links) und Maximilian Weidl von MED Leaders auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018.

Prof. Dr. Sami Haddadin (links) und Maximilian Weidl von MED Leaders auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018.

Sprach vor mehr als 8.000 Kongressteilnehmern: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Sprach vor mehr als 8.000 Kongressteilnehmern: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich von Prof. Dr. Sami Haddadin den von ihm entwickelten Roboterarm "Franka Emika" erläutern.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich von Prof. Dr. Sami Haddadin den von ihm entwickelten Roboterarm "Franka Emika" erläutern.

Maximilian Weidl